Firmenkarte der Bank oder Ausgabenplattform? Was das ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitenden wirklich kostet
Eine Firmenkarte der Hausbank wirkt wie die einfachste Lösung: Das Geschäftskonto ist schon da, die Bank gibt die Karte zum Konto aus, und das Entgelt dafür liegt bei ein paar Euro im Jahr. Nur ist die Karte allein ein Zahlungsmittel. Sie sammelt keine Rechnungen, achtet nicht auf die Budgets der Teams, ordnet Ausgaben keinen Projekten zu und verkürzt nicht die Abrechnung in der Buchhaltung. Diese Arbeit fällt trotzdem an, nur eben von Hand.
In diesem Artikel rechnen wir durch, was ein Jahr Geschäftsausgaben in einem Unternehmen mit 20 Karteninhabern kostet: mit der Debitkarte der Bank, mit einer Firmenkreditkarte der Bank und mit der Plattform Sparados, die virtuelle Karten mit Ausgabenmanagement verbindet.
Das Wichtigste in Kürze
Die Kartenentgelte selbst sind niedrig. Eine Debitkarte für Geschäftskunden kostet bei der Deutschen Bank 10 € im Jahr, eine Firmenkreditkarte 29 bis 34,90 € im Jahr. Bei Sparados kostet die Karte 0 €, Sie zahlen für das Konto und für aktive Nutzer.
Bei Fremdwährung liegen die Banken vorn. In unserem Beispiel verlangen beide Banken 1,5 % für Zahlungen in Fremdwährung, Sparados im Standardtarif 3 %. Mit der 0%-Karte entfällt die Umrechnungsgebühr.
Der größte Kostenfaktor ist die Zeit. Unternehmen, die Sparados nutzen, sparen im Schnitt 157 Arbeitsstunden pro Jahr, also fast einen vollen Arbeitsmonat.
Im Beispiel mit 20 Karten liegt die Differenz bei rund 6.100 € pro Jahr gegenüber der Debitkarte der Bank und bei rund 6.600 € gegenüber der Firmenkreditkarte.
Kontrolle vor der Zahlung, nicht danach: Limits, Händlerkategorien (MCC), Gruppen und Freigaben stellen Sie im Panel ein, ohne Termin in der Filiale.

Bankkarte und Ausgabenplattform sind zwei verschiedene Dinge
Die Firmenkarte der Bank ist zum Bezahlen da. Die Bank gibt sie zum Konto aus, legt ein Limit fest und schickt einmal im Monat eine Abrechnung. Alles, was danach passiert, also Belege sammeln, Ausgaben beschreiben, sie Projekten zuordnen und verbuchen, läuft außerhalb der Bank: in E-Mails, Tabellen und Papierordnern.
Eine Plattform für Ausgabenmanagement wie Sparados bündelt an einem Ort:
virtuelle Firmenkarten, in Sekunden ausgegeben, ohne Warten auf die Post und in beliebiger Anzahl,
ein Admin-Panel mit Rollen, Gruppen und Limits für Teams,
eine mobile App, in der Mitarbeitende direkt nach dem Kauf ein Foto des Belegs oder der Rechnung hochladen,
die Integration mit Ihrem Buchhaltungssystem und den Export von Berichten als Excel, CSV und PDF.
Wie sich virtuelle Karten von Plastikkarten der Bank unterscheiden, beschreiben wir im Artikel Jenseits von Plastik: Warum virtuelle Karten die günstige Zukunft der Firmenausgaben sind. Hier geht es um die Zahlen.
Wofür Sie bei der Bank zahlen: Entgelte aus den Preisverzeichnissen
Wir haben die aktuellen Preisverzeichnisse zweier großer Banken in Deutschland geprüft: das Preis- und Leistungsverzeichnis der Deutschen Bank (Stand 1. Oktober 2026) und das Preis- und Leistungsverzeichnis für die Commerzbank Business Card Classic und Premium (abgerufen im November 2026). Das sind die Entgelte, die Karten betreffen.
Entgelt | Debitkarte der Bank | Firmenkreditkarte der Bank | Sparados |
Karte | 10 € pro Jahr, je nach Kontomodell 1 oder 2 Karten kostenfrei (Deutsche Bank Card Business) | 34,90 € pro Jahr (Commerzbank Business Card Classic); 29 € pro Jahr (Deutsche Bank BusinessCard) | 0 € pro Karte, unbegrenzte Anzahl |
Konto oder Nutzer | Kontoführungsentgelt je nach Kontomodell | Kontoführungsentgelt je nach Kontomodell | 20 € pro Monat für das Konto, Nutzer 1 bis 5 für 0 €, ab dem 6. Nutzer 1 € pro Monat |
Kartenzahlung in Euro | kostenfrei im EWR (Deutsche Bank) | kostenfrei (Deutsche Bank); kein Entgelt im Preisverzeichnis (Commerzbank) | kein Entgelt |
Zahlung in Fremdwährung | 1 % zzgl. 0,5 % Währungsumrechnungsentgelt (Deutsche Bank) | 1,5 %, bei anderen EWR-Währungen zzgl. 0,59 % (Commerzbank); 1,75 %, mind. 1,50 €, zzgl. 0,5 % (Deutsche Bank) | 3 %, mit der 0%-Karte ohne Umrechnungsgebühr |
Bargeld am Geldautomaten | kostenfrei bei Deutscher Bank und Postbank, an anderen Automaten 3,95 € (Deutsche Bank) | 1,95 %, mind. 5,98 € (Commerzbank); 2,5 %, mind. 5,75 € (Deutsche Bank) | 1,5 % des Betrags |
Ersatzkarte | im Preisverzeichnis nicht ausgewiesen (Deutsche Bank Card Business) | 12,50 € bei Versand innerhalb Europas, wenn vom Kunden zu vertreten (Commerzbank); kostenfrei (Deutsche Bank) | virtuelle Karte sofort, ohne Aufpreis |
Limitänderung | im Preisverzeichnis nicht ausgewiesen, nach Vereinbarung mit der Bank | im Preisverzeichnis nicht ausgewiesen, nach Vereinbarung mit der Bank | im Panel, ohne Gebühr |
Kopie einer Abrechnung | Umsätze stehen auf dem Kontoauszug des Geschäftskontos | 5 € (Commerzbank, Abrechnungen der letzten 12 Monate kostenlos im Online-Archiv); 9,99 € für ein Duplikat (Deutsche Bank) | Export von Berichten (Excel, CSV, PDF) inklusive |
Quellen: Preis- und Leistungsverzeichnis der Deutsche Bank AG (Stand 1. Oktober 2026), Preis- und Leistungsverzeichnis für die Commerzbank Business Card Classic und Premium sowie die Produktseite der Commerzbank Business Card (Stand November 2026) und die Preise von Sparados. Sparados-Preise sind Nettopreise. Kontoführungsentgelte für das Geschäftskonto lassen wir weg, weil Sie das Konto in jedem Fall haben.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens sind die Kartenentgelte niedrig, und Kartenzahlungen in Euro kosten bei beiden Banken nichts extra. Zweitens sind die Fremdwährungsentgelte mit 1,5 % moderat, nur die Kreditkarte der Deutschen Bank liegt mit 1,75 % plus 0,5 % darüber. Die eigentlichen Kosten entstehen woanders: bei der Arbeit rund um die Karte und bei allem, was über die Bank laufen muss.
Kosten, die in keinem Preisverzeichnis stehen: die Zeit des Finanzteams
Keine Bank schreibt in ihr Preisverzeichnis die Stunden, die die Buchhaltung mit der Suche nach dem Beleg vom letzten Monat verbringt. Genau diese Stunden kosten am meisten. Mit der Bankkarte allein muss das Finanzteam:
Belege und Rechnungen bei den Mitarbeitenden einsammeln, oft erst nach mehreren Erinnerungen,
Positionen der Abrechnung von Hand den Dokumenten zuordnen,
Ausgaben Projekten, Kunden und Abteilungen zuweisen,
Vorschüsse und Dienstreisen abrechnen,
Karten bestellen, sperren und ersetzen und jede Limitänderung mit der Bank klären.
Nach Berechnungen von Sparados aus dem E-Book mit Kundengeschichten sparen Unternehmen, die die Plattform nutzen, im Schnitt 157 Arbeitsstunden pro Jahr. Kunden nennen auch konkrete Ergebnisse:
GoPay rechnet Dienstreisen 80 % schneller ab,
Kodoro hat 15 % der Arbeitszeit in der Buchhaltung eingespart,
HUNTERS verzichtet auf Barvorschüsse und Proforma-Rechnungen bei Ausgaben im Außendienst.
Rechenbeispiel: ein Unternehmen mit 20 Karten in einem Jahr
Nehmen wir ein Unternehmen, in dem 20 Personen mit einer Firmenkarte bezahlen. Die Annahmen:
Kartenumsatz insgesamt: 20.000 € pro Monat, davon 4.000 € in Fremdwährung außerhalb des Euroraums (zum Beispiel US-Dollar für SaaS-Tools, Werbung und Reisen),
Arbeitszeit, die sich zurückgewinnen lässt: 157 Stunden pro Jahr,
voller Stundensatz einer Person aus dem Finanzbereich: 45 € (durchschnittliche Arbeitskosten je Stunde 2025 laut Statistischem Bundesamt, gerundet; setzen Sie Ihren eigenen Satz ein),
Bargeldabhebungen und Kontoführungsentgelte lassen wir weg, weil sie von den Gewohnheiten des Unternehmens abhängen und in jeder Variante ähnlich sind.
Kosten pro Jahr | Debitkarte der Bank (Deutsche Bank) | Firmenkreditkarte der Bank (Commerzbank) | Sparados |
Karten und Plattform | bis zu 200 € (20 Karten × 10 €) | 698 € (20 Karten × 34,90 €) | 420 € (Konto 20 € × 12 Mon. + 15 Nutzer × 1 € × 12 Mon.) |
Entgelte für Kartenzahlungen | 0 € | 0 € | 0 € |
Fremdwährung | 720 € (1,5 % von 48.000 €) | 720 € (1,5 % von 48.000 €) | 1.440 € (3 % von 48.000 €) |
Zurückgewinnbare Arbeitszeit | 7.065 € (157 h × 45 €) | 7.065 € (157 h × 45 €) | zurückgewonnen |
Gesamt | bis zu 7.985 € | 8.483 € | 1.860 € |
In diesem Beispiel gibt ein Unternehmen mit Sparados pro Jahr rund 6.100 € weniger aus als mit Debitkarten der Bank. Selbst wenn gar keine Kartenentgelte anfallen, bleibt eine Differenz von rund 5.900 €. Gegenüber Firmenkreditkarten sind es rund 6.600 € pro Jahr. Bei Zahlungen in Fremdwährung ist der Standardtarif von Sparados teurer als die Banken in unserem Beispiel. Wenn Sie viel in Fremdwährung bezahlen, gibt es die 0%-Karte: Sie verlangt keine Umrechnungsgebühr und hat eigene Preise (Konto 20 € und 2 € pro Kartennutzer im Monat).
Die wichtigste Erkenntnis aus der Tabelle: Die Ersparnis kommt nicht von einer billigeren Karte und auch nicht von niedrigeren Fremdwährungsentgelten. Sie kommt von der Zeit, die Ihr Finanzteam nicht mehr mit manueller Arbeit verbringt.
Was Sie über den niedrigeren Preis hinaus bekommen
Die Rechnung zeigt die Kosten, aber nicht den Unterschied bei der Kontrolle über die Ausgaben. Eine Bankkarte hat ein Limit, und die Ausgaben prüfen Sie meist erst im Nachhinein. Bei Sparados legen Sie die Regeln fest, bevor jemand bezahlt:
Limits pro Karte und pro Gruppe: allgemein, online, für Geldautomaten und im Ausland, auch periodisch,
Einschränkungen nach Händlerkategorie (MCC) und Sperren für einzelne Händler,
Gruppen und Freigaben: Teams, Abteilungen und Projekte in einer Struktur mit bis zu vier Ebenen; eine Anfrage über dem Gruppenlimit geht an die Administratoren der übergeordneten Gruppe,
eine eigene Karte für jeden Zweck: für ein Projekt, einen Kunden, ein Abonnement oder einen einmaligen Kauf, auch als Einwegkarte,
Transaktionen in Echtzeit und sofortiges Einfrieren der Karte, wenn es nötig ist,
Belege direkt in der App: Rechnungen und Belege scannen, mit Erinnerungen an fehlende Dokumente.
Außerdem funktionieren die Karten mit Apple Pay und Google Pay, und neue Mitarbeitende bekommen sofort eine virtuelle Karte, statt auf die Plastikkarte per Post zu warten.
Wann die Karte der Bank weiterhin reicht
Nicht jedes Unternehmen braucht eine Plattform für Ausgaben. Die Karte der Bank reicht, wenn:
nur eine oder zwei Personen mit der Karte bezahlen und es wenige Transaktionen im Monat gibt,
Sie fast nie in Fremdwährung bezahlen,
die Buchhaltung nur wenige Belege im Monat hat und die Abrechnung kaum Zeit kostet,
Mitarbeitende oft Bargeld an Automaten der eigenen Bank abheben, wo es kostenlos ist.
Wenn die Zahl der Karten wächst und sich die Ausgaben auf Teams, Projekte und Währungen verteilen, steigen die Zeitkosten schneller als die Bankentgelte. Dann lohnt sich in der Regel der Wechsel auf eine Plattform.
FAQ
Ersetzt Sparados das Geschäftskonto bei der Bank?
Nein. Sie laden das Sparados-Konto per Überweisung von Ihrem Geschäftskonto auf und geben die Karten in der Plattform aus. Das Konto bei der Bank bleibt, es ändert sich die Art, wie Sie Geschäftsausgaben bezahlen und abrechnen.
Was kostet eine Karte bei Sparados?
0 €, ohne Begrenzung der Kartenanzahl. Sie zahlen 20 € pro Monat für das Konto, die ersten 5 Nutzer sind kostenlos, ab dem 6. aktiven Nutzer kostet jeder weitere 1 € pro Monat.
Kann ich auch bei einer Bankkarte Limits festlegen?
Ja, aber in der Regel ein Limit pro Karte, das Sie mit der Bank vereinbaren und über die Bank ändern. Bei Sparados legen Sie im Panel selbst Limits pro Karte und pro Gruppe, Händlerkategorien und Freigaben fest.
Woher kommen die 157 Stunden Ersparnis?
Das ist der Durchschnitt aus Berechnungen von Sparados für Unternehmen, die die Plattform nutzen. Die Zeit gewinnen Sie vor allem beim Sammeln von Belegen, beim Zuordnen zu Transaktionen und bei der Abrechnung von Vorschüssen und Dienstreisen zurück.
Lässt sich Sparados mit meinem Buchhaltungssystem verbinden?
Die Integration mit Ihrem Buchhaltungssystem ist im Preis enthalten. Dazu kommen der Export von Berichten (Excel, CSV, PDF) und eine offene API. Sprechen Sie uns an, welches System Sie nutzen.
Rechnen Sie mit den Zahlen Ihres Unternehmens
Setzen Sie in die Rechnung die Zahl der Karteninhaber, Ihre monatlichen Ausgaben und den Anteil der Zahlungen in Fremdwährung ein. Wenn Sie möchten, rechnen wir es gemeinsam mit Ihnen durch und zeigen Ihnen, wie die Ausgaben Ihres Unternehmens im Sparados-Panel aussehen würden.



